Die Besten Eishockeyligen und Meisterschaften

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Kaum zu glauben, aber Eishockey gibt es bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert. Die Western Pennsylvania Hockey League, gegründet im Jahr 1902, war die erste Liga mit professionellen Hockeyspielern auf dem Eis. Danach gab es für den Sport kein Halten mehr. 1910 wurde die National Hockey Association in Montreal gegründet, bevor sie nur sieben Jahre später in die National Hockey League umbenannt wurde.

Später bildeten sich weitere Eishockeyligen in ganz Europa und heutzutage gibt es in fast jedem europäischen Land eine professionelle Liga. Zu den Top-Ligen in Europa gehören die Swedish Hockey League, die Kontinental Hockey League, die Finnische Liga und die Tschechische Extraliga. Im Folgenden werden wir uns näher mit den besten Ligen der Welt beschäftigen, inklusive der Deutschen Eishockey Liga, kurz DEL.

National Hockey League (NHL)

nhl ice hockey
Die NHL ist eine Nordamerikanische Eishockeyliga mit 31 Mannschaften. Die meisten Teams (24) haben ihre Heimat in den USA, wobei 7 Franchises in Kanada ansässig sind. Die NHL wird weltweit als die Liga mit dem größten Pool an Talenten angesehen und gehört zu den größten Profi-Ligen in den USA und Kanada. Eishockey ist mit Abstand der beliebteste Sport in Kanada und gehört zu den vier größten Sportarten in den USA, gemeinsam mit American Football, Basketball und Baseball. Auch bei Sportwettenbegeisterten gehört die Sportart zu den beliebtesten. Wenn Sie selber setzen möchten, finden Sie zuerst heraus, wie Sie bei Eishockeywetten gewinnen können. Eins noch: Wenn Sie zum allerersten Mal Eishockey schauen und sich dabei an die WWE erinnert fühlen, liegen sie damit nicht ganz falsch. Beim Kufensport kann es sehr brutal zugehen!

Geschichte der NHL

Die NHL wurde 1917 in Montreal gegründet, nachdem der Vorläufer, die National Hockey Association, aufgehoben wurde. Zwischen den Jahren 1942 und 1967 gab es lediglich sechs Mannschaften in der Liga, die den klanghaften Namen “Original Six” erhielten. Sechs weitere Mannschaften wurden 1967 in die Liga aufgenommen und 1974 waren bereits 18 Teams auf der Jagd nach dem Puck in der NHL, bevor 1979 drei weitere hinzukamen. Die NHL hatte im Jahr 2000 dann 30 Teams. 2017 wurde eine 31. Mannschaft hinzugefügt und 2021 gibt das 32. Team sein Debut. Wie Sie sehen können, hat die Liga einen rasanten Aufstieg und viele Expansionen bereits hinter sich!

So ist die NHL strukturiert

Die NHL ist in zwei Conferences unterteilt: Die American League und die National League. Diese beiden Conferences kämpfen während der regulären Saison von Anfang Oktober bis April miteinander. Direkt danach startet die heiße Phase mit den Playoffs. Während der Playoffs erlebt die Intensität der Spiele eine spürbare Steigerung. Doch zuvor müssen alle Teams 82 Saisonspiele absolvieren, von denen 41 zuhause und 41 auswärts ausgetragen werden. Mannschaften aus dem Osten spielen 28 Partien in ihrer eigenen Division, die sich nach geographischen Regionen richten: vier Partien gegen die sieben anderen Mannschaften der gleichen Division. Weitere 24 Begegnungen werden gegen die restlichen acht Mannschaften der gleichen Conference ausgetragen. Kommen wir nur zur Western Conference. Die Franchises aus dem Westen spielen entweder 26 oder 29 Partien gegen Teams aus der gleichen Division – entweder vier oder fünf Mal gegen Clubs aus der eigenen Division – und entweder 21 oder 24 Mal gegen die anderen Teams aus der gleichen Conference, wobei eines von vier Spielen immer Division-übergreifend ist. Dazu spielt jedes Team gegen die Mannschaften aus der anderen Conference zwei Mal – einmal zuhause und einmal auswärts.

Spieler in der NHL

Die NHL wird von Superstars dominiert und verteilt eine Reihe an Auszeichnungen an die besten Spieler der Saison, um diese gebührend für ihre Performance zu würdigen. Zu diesen Auszeichnungen gehören die William M. Jennings Trophy, die an den Torhüter mit den wenigsten Gegentoren geht, die Maurice “Rocket” Richard Trophy, für den Spieler mit den meisten Torerfolgen und die Art Ross Trophy, für den Scoring-Champion der Liga (Kombination aus Toren und Vorlagen geht in die Rechnung ein).

Spieler, genauso wie Trainer, Manager und Schiedsrichter, die während ihrer Karriere großartige Erfolge verbucht haben, können in die Hockey Hall of Fame aufgenommen werden. Es gibt keine größere, persönliche Auszeichnung als eine Aufnahme in diese Halle. Im Jahr 1999 erhielt ein ganz besonderer Spieler diese Ehre – sein Name ist Wayne Gretzky. Bereits von ihm gehört? Das sollten Sie. Gretzky wird allgemein als der beste Eishockeyspieler aller Zeiten gefeiert. Einige sehen zwar Mario Lemieux als mindestens ebenwürdig an, aber nur Gretzky trägt den Spitznamen “The Great One”.

Der National Hockey League’s Stanley Cup

ice hockey stanley cup
Der Stanley Cup ist das Objekt der Begierde und wird dem Gewinner der NHL Playoffs überreicht. Seit der Saison 1914-15 wurde der Stanley Cup 101 Mal verteilt. Von den Siegern dieser prestigeträchtigen Trophäe sind 18 Mannschaften weiterhin aktiv und fünf gibt es nicht mehr. Die Montreal Canadiens konnten so oft wie niemand anderes den Titel gewinnen (24 Mal). Die Detroit Red Wings sind die erfolgreichste Truppe aus den USA und konnten den Stanley Cup immerhin 11 Mal für sich entscheiden.

Geschichte des Stanley Cup

Der Stanley Cup war ursprünglich bekannt als Dominion Hockey Challenge Cup. Im Jahr 1892 stiftete der britische Generalgouverneur von Kanada, Fredrik Stanley, eine neue Trophäe, um die zum ersten Mal im Jahr 1894 gespielt wurde. Bis zum Jahr 1914 wurde der Sieger durch eine Kombination aus Ligaspielen und sogenannten Challenge-Spielen ermittelt. 1906 wurde entschieden, dass fortan professionelle Mannschaften um den Titel spielen dürfen. 1915 gab es dann eine große Änderung. Die beiden existierenden Eishockeyorganisationen, die National Hockey Association und die Pacific Coast Hockey Association, einigten sich darauf, dass die jeweiligen Champions dieser Ligen um den Cup spielen werden. Erst 1947, nachdem einige Ligen kommen und gingen, etablierte sich der Stanley Cup als Markenzeichen der NHL. Wie Sie der Tabelle weiter unten entnehmen können, haben einige Mannschaften seitdem beachtliche Erfolge vorzuweisen. Geschichte kann dabei helfen auch in der Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen, besonders wenn es bald wieder heißhergeht in den Playoffs.

 

Die letzten 10 Stanley Cup Champions:

Jahr Sieger Finalserie Finalgegner
2009 Pittsburgh Penguins 4-3 Detroit Red Wings
2010 Chicago Blackhawks 4-2 Philadelphia Flyers
2011 Boston Bruins 4-3 Vancouver Canucks
2012 Los Angeles Kings 4-2 New Jersey Devils
2013 Chicago Blackhawks 4-2 Boston Bruins
2014 Los Angeles Kings 4-1 New York Rangers
2015 Chicago Blackhawks 4-2 Tampa Bay Lightning
2016 Pittsburgh Penguins 4-2 San Jose Sharks
2017 Pittsburgh Penguins 4-2 Nashville Predators
2018 Washington Capitals 4-1 Vegas Golden Knights

So ist der Stanley Cup strukturiert

Am Ende einer NHL Saison schaffen 16 Mannschaften den Sprung in die Stanley Cup Playoff, wo sie sich in drei Runden mit Best-of-Seven Serien messen, bis nur noch eine Mannschaft übrig ist. Der Gewinner der Playoffs erhält den sagenumwobenen Stanley Cup. Acht Teams aus jeder Conferences qualifizieren sich für die Stanley Cup Playoffs. Diese acht Mannschaften setzen sich aus den drei besten Teams der jeweiligen Divisions sowie zwei Teams mit den nächstbesten Punktzahlen zusammen. In jeder Runde erhält die Mannschaft mit der höheren Punktzahl aus der regulären Saison Heimvorteil in der Playoff-Serie. Das bedeutet, vier der möglichen sieben Spiele werden in der Arena dieses Teams ausgetragen. Das gleiche Prinzip gilt fürs Finale. Dort treffen die Sieger aus beiden Conference-Playoffs aufeinander und auch dort hat die Mannschaft mit der höheren Punktzahl aus der regulären Saison den Heimvorteil und damit ein mögliches Spiel Sieben vor den eigenen Fans.

 

Teams mit den meisten Stanley Cup Siegen:

Team Finalteilnahmen Siege Jahre
Montreal Canadiens 34 24 1916, 1924, 1930, 1931, 1944, 1946, 1953, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1965, 1966, 1968, 1969, 1971, 1973, 1976, 1977, 1978, 1979, 1986, 1993
Toronto Maple Leafs 21 13 1918, 1922, 1932,  1942, 1945, 1947, 1948, 1949, 1951, 1962, 1963, 1964, 1967
Detroit Red Wings 24 11 1936, 1937, 1943, 1950, 1952, 1954, 1955, 1997, 1998, 2002, 2008
Boston Bruins 19 6 1929, 1939, 1941, 1970, 1972, 2011
Chicago Blackhawks 13 6 1934, 1938, 1961, 2010, 2013, 2015
Edmonton Oilers 7 5 1984, 1985, 1987, 1988, 1990
Pittsburgh Penguins 6 5 1991, 1992, 2009, 2016, 2017
New York Rangers 11 4 1928, 1933, 1940, 1994
New York Islanders 5 4 1980, 1981, 1982, 1983
New Jersey Devils 5 3 1995, 2000, 2003

Eishockeyweltmeisterschaft

ice hockey world championships
Die jährliche Eishockeyweltmeisterschaften werden von der Internationalen Eishockeyföderation (IIHF) organisiert und sind das prestigeträchtigste Nationenturnier dieser Sportart. Allerdings finden die Meisterschaften zum selben Zeitraum statt, wie die Playoffs der NHL, in der die besten und beliebtesten Spieler aktiv sind und damit für das Turnier nicht in Frage kommen. Sobald eine Mannschaft in den NHL Playoffs ausscheidet, reisen jedoch einige Spieler nach und möchten für ihr Heimatland aufs Eis steigen.

Manchmal werden die Eishockeyweltmeisterschaften im Englischen auch als Ice Hockey World Cup bezeichnet (anstelle von World Championship). Welchen Namen Sie auch bevorzugen, heutzutage ist dieses Turnier eines der beliebtesten Eishockeyevents auf dem Globus und zieht viele Zuschauer an.

Geschichte der Eishockeyweltmeisterschaft

Der Wettbewerb wurde zuerst im Jahr 1920 bei den Olympischen Sommerspielen ausgetragen. Die erste eigenständige Weltmeisterschaft gab es erst 10 Jahre später und 12 Mannschaften nahmen daran teil. Kanada war zu Beginn des Wettbewerbs eine wahre Dynastie und gewann zwischen 1930 und 1952 insgesamt 12 Titel. Das war bevor die Sowjetunion 1963 zur besten Mannschaft der Welt aufstieg, bis das Land sich 1991 aufteilte. Glücklicherweise ist die Meisterschaft seit der Jahrtausendwende um einiges spannender und mehrere Nationen haben berechtigte Hoffnungen auf einen Triumph. Dazu gehören Kanada, die Vereinigten Staaten von Amerika, Russland, Finnland, die Tschechische Republik, Schweden und mit Abstrichen die Schweiz und Slowakei. Deutschland rangiert direkt dahinter und kämpft um einen Platz in den Top 10 der Welt.

So ist die Eishockeyweltmeisterschaft strukturiert

In der Gruppenphase befinden sich 16 Nationen, die, anhand ihrer Position in der Weltrangliste, in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Die vier vorherigen Eishockeyweltmeisterschaften sowie die letzten Olympischen Winterspiele werden für die Ermittlung der Rangliste herangezogen. Wobei die Resultate der jüngsten Turniere eine stärkere Beachtung finden. Beispielsweise wird die letzte Weltmeisterschaft mit 100% angerechnet, während die Meisterschaft davor zu 75% angerechnet wird, und so weiter. Die beiden Gruppen mit acht Mannschaften spielen untereinander jeweils einmal Jeder-gegen-Jeden. Die vier bestplatzierten Teams beider Gruppen schaffen den Sprung in die KO-Phase des Turniers. In den letzten Acht tritt die beste Mannschaft einer Gruppe gegen den Viertplatzierten der anderen an. Der zweitbeste einer Gruppe gegen den Drittbesten der anderen und so weiter. Die vier Gewinner dieser KO-Partien stoßen im Halbfinale aufeinander.

Spieler bei der Eishockeyweltmeisterschaft

Seit 1977 dürfen sowohl Profis als auch Amateure an den Eishockeyweltmeisterschaften teilnehmen. Sollte ein Spieler bisweilen keinerlei Erfahrungen bei einem IIHF Turnier gesammelt haben und die Staatsbürgerschaft wechseln, muss er zwei Jahre bei nationalen Turnieren/Wettbewerben im neu gewählten Land antreten und über eine International Transfer Card (ITC) verfügen, bevor er das neue Land auch international vertreten darf. Sollte ein Spieler bereits bei einem IIHF Wettbewerb für ein Land gespielt haben und möchte das Land wechseln, so muss der Spieler mindestens vier Jahre Erfahrungen im neuen Land gesammelt haben. Ein Spieler darf zudem nur ein einziges Mal das Land für das er spielen möchte wechseln.

Eishockey bei den Olympischen Winterspielen

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Eishockeywettbewerbe sind seit 1920 Bestandteil der Olympischen Spiele. In diesem Jahr wurde Eishockey noch bei der Sommerolympiade gespielt, bevor es 1924 Teil der Winterolympiade wurde. Zwischen 1924 und 1988 wurde der Wettbewerb im Round Robin Format gespielt, bevor eine Medaillenrunde den Sieger ermittelte. Nach dieser Runde wurden die Medaillen anhand von erzielten Punkten in der Medaillenrunde ermittelt. Das Format des Wettbewerbes wurde 1988 geändert, um dem Spielplan der NHL entgegenzukommen. Eine Vorrunde ohne NHL Spieler wurde eingeführt und auch die besten sechs Teams mussten sich damit nicht rumschlagen – die USA, Kanada, Finnland, Schweden, Russland und die Tschechische Republik. 2006 gab es eine erneute Veränderung und seitdem müssen alle Mannschaften fünf Spiele in der Vorrunde absolvieren, während NHL Spieler nicht mehr davon ausgeschlossen sind.

Geschichte des Eishockeys bei den Olympischen Winterspielen

Als 1920 bei den Olympischen Spielen die allererste Eishockeyweltmeisterschaft ausgetragen wurde, handelte es sich weltweit betrachtet um ein neues Phänomen. Zuvor gab es allerdings einige Events, die den Sport dem Publikum näherbringen sollten. Fünf europäische Länder wollten dabei sein und der Manager des Palais de Glace in Antwerpen machte es dem Ausrichter der Olympischen Spiele klipp und klar, dass sein Stadion nur dann fürs Eiskunstlaufen in Frage kommt, wenn dort auch die erste Eishockeymeisterschaft ausgetragen wird.
Daher sieht die IIHF das Turnier aus dem Jahr 1920 als die erste offizielle Eishockeyweltmeisterschaft an. Das Eishockey bei Olympia dabei war, gilt als Meilenstein in der Entwicklung des Sports und heutzutage schauen Millionen von Menschen zu, wenn es um den begehrten Titel des Kufensport geht. Viele von ihnen haben dabei auch immer ein Auge auf den vielen Wettmöglichkeiten beim Eishockey.

So ist das Eishockeyturnier bei der Winter-Olympiade strukturiert

Seit 1976 nehmen 12 Mannschaften an dem Turnier teil. Nachdem die NHL seinen Spielern die Teilnahme an der Winterolympiade 1998 genehmigte, erhielten die Big Six eine automatische Qualifikation für die Finalrunde. Im gleichen Jahr wurde die Anzahl der Teilnehmer von 12 auf 14 erhöht, so dass weiterhin eine Vorrunde mit acht Teams gespielt werden konnte. Das gleiche Format kam 2002 zum Einsatz, bevor erneut 12 Mannschaften zur Teilnahme berechtigt waren. Die IIHF Weltrangliste aus dem Jahr 2008 ermittelte die Teilnehmer der 2010 Winter-Olympiade. Die bestplatzierten Teams qualifizieren sich automatisch, während die Mannschaften auf den Plätzen 19 bis 30 eine Qualifikationsrunde absolvieren müssen. Die drei besten Nationen dieser Runde treten in einer weiteren Qualifikation gegen die Mannschaften auf den Weltranglistenpositionen 10 bis 18 an. Zu guter Letzt dürfen dann die drei besten Mannschaften dieser Qualifikationsrunde bei den Olympischen Spielen mitmischen.

Spieler der Winter-Olympiade

Vor der Winterolympiade 1984 gab es Diskussionen darüber, wie professionelle Spieler definiert werden sollten. Also wurde vom Olympischen Komitee eine Regel ins Leben gerufen. Diese besagt, dass jeder NHL Spieler, der weniger als 10 Spiele auf dem Eis stand, weiterhin bei den Olympischen Spielen dabei sein kann. Das US-Amerikanische Olympische Komitee hingegen erklärte jeden Spieler zum Profi, sobald er Teil einer NHL Mannschaft war. Das IOC entschied daraufhin, dass kein Spieler, der einen Vertrag bei einem NHL Team unterzeichnete, bei den Olympischen Spiele antreten durfte. Im Jahr 1988 wurde diese Regel glücklicherweise abgeschafft und fortan durften alle Spieler bei Olympia dabei sein. Das Drama fing da aber erst an und hat bis heute kein Ende gefunden. Die NHL war damit überhaupt nicht einverstanden und verbot den Spielern zwischen 1988 und 1994 an den Spielen teilzunehmen. Das gleiche passierte 2018, weil die Olympischen Spiele während der NHL Saison stattfanden.

Deutsche Eishockey Liga

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Die Deutsche Eishockey Liga wurde im Jahr 1994 gegründet und ist, verglichen mit der NHL, damit relativ jung. Es ist die höchste deutsche Spielklasse und 14 Mannschaften kämpfen heutzutage um den Titel. Seit der Gründung haben besonders die Adler Mannheim, Eisbären Berlin und in jüngster Vergangenheit Red Bull München die Liga unter sich ausgemacht. Die letzten drei Titel gingen in die Hauptstadt Bayerns. Diese Dominanz kombiniert mit geschickten Sportwetten Strategien, machen die Liga interessant für wettbegeisterte Spieler.

Geschichte der DEL

Der Gründung der DEL ging ein großes Drama voraus. Die Liga musste gegründet werden, da die damaligen Eishockeyvereine in Deutschland massive finanzielle Probleme zu bewältigen hatten. Man wollte sich ein Beispiel an dem extrem professionellen Auftreten der amerikanischen Ligen nehmen und endlich schwarze Zahlen schreiben.

Das erste Spiel der DEL fand dann auch prompt vor ausverkauften Rängen statt und bot gute Unterhaltung, auch wenn die relativ einseitig war (München fegte Augsburg mit 6-1 vom Eis). Kurze Zeit später zogen erneut dunkle Wolken auf und einige Offizielle mussten ihren Hut nehmen. Es war die Rede von einer neuen Liga, namens Nationaler Eishockey Liga (NEL), deren Planung weit vorangeschritten war und erst nach Einmischung des Weltverbandes IIHF auf Eis gelegt wurde und bis heute kein ernstes Thema mehr wurde.

So ist die DEL strukturiert

Die Struktur der DEL hat sich seit der Gründung mehrere Male geändert. Mal spielten 18 Mannschaften mit, dann 16, 15 und mittlerweile sind es 14 Clubs. Alle Teams messen sich während der regulären Saison miteinander und spielen Jeder-gegen-Jeden.

Am Ende kommen die besten Acht Clubs in die Playoffs, wobei die ersten sechs Clubs den direkten Sprung in die Playoffs schaffen, während die Mannschaften auf den Plätzen Sieben bis Zehn in Pre-Playoffs die letzten beiden Teilnehmer unter sich ausmachen. Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden dann in Best-of-Seven Serien ausgetragen.

Spieler in der DEL

Direkt im Gründungsjahr war die DEL ein Zufluchtsort für einige Spieler aus der NHL. Das ist sie bis heute geblieben, allerdings eher für Spieler deren Klasse für Nordamerika nicht mehr ausreicht. 1994/95 war das anders. Die NHL steckte in einem Arbeitsstreit fest und daher waren einige echte Kufencracks in Deutschland unterwegs um sich fit zu halten.
Die erfolgreichsten DEL-Spieler sind Daniel Kreutzer und Robert Hock. Sie führen die Liste der Top-Vorlagengeber und Top-Scorer an. Die meisten Tore erzielte bislang Patrick Reimer, dicht gefolgt von Michael Wolf (und Daniel Kreutzer). Rekordspieler ist niemand geringeres als Mirko Lüdemann, der insgesamt unglaubliche 1197 Spiele auf dem Eis stand und als Verteidiger immerhin 175 Tore und 363 Vorlagen gab.

Der Deutsche Eishockeypokal

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Der Deutsche Eishockeypokal hat eine traurige Entwicklung genommen. Seit der Saison 2009/10 ist er nun bereits eingestaubt, wobei er einige Jahre lang noch von Zweitligaclubs, Juniorenmannschaften und den regionalen Pokalsiegern untereinander ausgespielt wurde. Die erste Liga hatte schon länger nichts mehr damit zu tun. Schlechte Besucherzahlen und Engpässe bei der Terminplanung werden als Gründe genannt – 2008 wurde die Champions Hockey League eingeführt und 2010 waren Olympische Spiele, inklusive Qualifikationsturnieren für die Nationalmannschaft.

Geschichte des Deutschen Eishockeypokal

Seit der Jahrtausendwende wurden lediglich von 2002/03 bis 2008/09 ein ernstzunehmender Eishockeypokal in Deutschland ausgetragen. Danach kämpften nur noch unterklassige Mannschaften um den Titel und seit der Saison 2012/13 gibt es ihn überhaupt nicht mehr.

 

Die letzten Gewinner des Deutschen Eishockeypokal:

Jahr Sieger
2010 EHC München
2011 Starbulls Rosenheim
2012 Bietigheim Steelers
2013 Bietigheim Steelers

Fazit

Seit seinen saghaften Anfängen hat sich der Eishockeysport zu einem globalen Sport entwickelt und begeistert die Massen durch seine actiongeladene Unterhaltung. Kein Wunder also, dass Eishockey sogar in einigen Hollywood-Filmen Verwendung fand. Erinnern Sie sich noch an die Mighty Ducks von Anaheim? Diese Mannschaft wurde später tatsächlich eine eigene NHL Franchise (bekannt als die Anaheim Ducks). Dank steigender Zuschauerzahlen in Nordamerika sind wir uns sicher, dass Eishockey uns noch lange Zeit erhalten bleibt. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Deutschland bald schon eine positivere Entwicklung stattfindet. Zumindest einen Pokal würden wir uns zurückwünschen.